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 In den Relegationsspielen holte sich der TV Calmbach mit zwei Siegen gegen den TSV Herrlingen, Vizemeister der Landesliga 4, und die TSG Lindau-Zech, Drittletzter der Verbandsklasse Süd, den Aufstieg in die Verbandsklasse. Die Enztäler, angetrieben von einem stimmungsgewaltigen Publikum, wie man es wohl noch nie zuvor erlebt hatte, waren auf die Minute topfit und nutzten diese einmalige Chance in heimischer Umgebung.
 TV Calmbach – TSV Herrlingen 9:3: 1te web Wenige Minuten vor Spielbeginn war den Spielern des TVC die Anspannung förmlich ins Gesicht geschrieben. Relegation und dann noch in der eigenen Halle. Was wird uns hier erwarten? Wird das intensive Trainingsprogramm der letzten beiden Wochen Früchte tragen?
 Die Antwort darauf gaben die Spieler nicht wie im Fußball üblich auf dem Platz, sondern wie es sich für TT-Spieler gehört in der Box, bzw. an den Platten. Auf die Minute topfit präsentierten sich die Hausherren im Duell der beiden Vizemeister. Den Grundstein für den überzeugenden 9:3 Erfolg legte der TVC in den Eingangsdoppeln und in den ersten umkämpften Partien. Daniel Metzler/Bernd Schmid und die Gebrüder Buck sorgten für die wichtige 2:1 Führung nach den Eingangsdoppeln. Da Herrlingen verletzungsbedingt einen Punkt kampflos abgab hieß es schnell 3:1. Ganz wichtig in dieser Phase der Fünfsatzerfolg von Daniel Metzler der in der Partie gegen den Herrlinger Spitzenspieler einige bange Minuten überstehen musste. Eine 2:0 Satzführung konnte sein Gegenüber egalisieren, ehe er im Entscheidungssatz wieder seine Spielstärke voll entfalten konnte. Gelohnt hat sich das Sondertraining von Markus Buck vom Abend zuvor. Der „unbequeme“ Noppenspieler des Gegners, bester Spieler im mittleren Paarkreuz seiner Spielklasse, hatte in drei Sätzen nicht den Hauch einer Chance. Spielstand 5:1 für den TVC.
 Die Euphorie der Gastgeber erhielt in der Folge einen Dämpfer, da Herrlingen auf 5:3 verkürzen konnte. Ludwig Schmidt musste seiner fehlenden Spielpraxis Tribut zollen und Bernd Schmid hatte gegen Hannes Fischer, seines Zeichens bester Spieler im hinteren Paarkreuz, in einem hochklassigen Match in vier knappen Sätzen das Nachsehen.
 Einmal tief durchatmen, dann kam der TVC-Express wieder ins Rollen. Der an diesem Tag glänzend disponierte Sebastian Buck machte den Anfang und verhinderte mit einer erstklassigen Vorstellung den Anschluss von Herrlingen. Die Halle tobte, die Stimmung auf den vollbesetzten Rängen hätte besser nicht sein können.
 Christian Metzler legte nach, entschied das Spitzeneinzel gegen David Schwärzler eindeutig zu seinen Gunsten. Daniel Metzler musste nicht an den Tisch, sein Gegner gab das Spiel kampflos ab. Markus Buck setzte mit seinem zweiten Einzelsieg den Schlusspunkt unter eine beeindruckende Vorstellung der Hausherren.
 „Der erste Schritt ist getan. Der zweite Platz ist uns sicher und heute Abend kommt die Kür. Und die Halle wird voll sein“. So lautete ein erstes Zwischenfazit des Calmbacher Mannschaftskapitäns Christian Metzler. Doch auch er konnte nicht erahnen, was die Spieler am Abend in der Calmbacher Enztalhalle noch erwarten sollte.
 TV Calmbach – TSG Lindau-Zech 9:6:
 Showdown in der vollbesetzten und stimmungsvollen Calmbacher Enztalhalle. Nach dem 9:4 Erfolg von Lindau-Zech würde dem TVC ein Unentschieden zum Aufstieg in die Verbandsklasse reichen. Mit solchen Rechenspielen wollte sich der Außenseiter aber nicht beschäftigen. Wir werden versuchen unsere beste Leistung abzurufen und dann werden wir sehen was geht lautete der Tenor im Team des TVC.
 Gesagt getan. Daniel Metzler/Bernd Schmid konnten im Entscheidungssatz die Niederlage von Christian Metzler/Marcus Müller egalisieren. Für die wichtige 2:1 Führung nach den Doppeln sorgten Markus und Sebastian Buck die in einer einseitigen Partie ihre Kontrahenten auf Distanz hielten.
 An der Spitze hatten Christian und Daniel Metzler einen schweren Stand gegen die spielstarken Daniel Reisch und Constantin Richter. Daniel, der jüngere der beiden Brüder, holte sich nach Satzgleichstand mit 12:10 und 13:11 einen zunächst nicht für möglich gehaltenen Sieg. Die Begeisterung auf den Rängen kannte keine Grenzen, zumal Christian Metzler, der nur schwer in seine Partie fand und unter dem enormen Druck förmlich zu zerbrechen drohte, einen 0:2 Satzrückstand egalisieren konnte. Bei einer 7:6 Führung im Entscheidungssatz blieben beste Chancen aber leider ungenutzt. 9:11, der TVC hatte seine knappe Führung aber verteidigt.
 Der Ausgleich drohte. Markus Buck konnte zunächst nicht an seine starke Leistung vom Vormittag anknüpfen, biss sich dann förmlich in die Partie. Zwei klare Satzerfolge ergaben den 2:2 Gleichstand. Im Entscheidungssatz hielt Daniel Ammann wieder dagegen, hatte in der Endphase sogar 2 Matchbälle, die Markus Buck erfolgreich abwehren konnte. Die erste sich bietende Gelegenheit nutzte er entschlossen zum 13:11, die Halle tobte. Ein ganz, ganz wichtiger Sieg. Deutlich verbessert gegenüber der ersten Partie präsentierte sich Ludwig Schmidt, der seinem Kontrahenten mehr abverlangte als diesem lieb sein konnte. Am Ende konnte er die Viersatzniederlage aber nicht verhindern.
 40 Minuten dauerte der Abnutzungskampf von Bernd Schmid, der im Duell zweier Abwehrspieler in vier Sätzen erfolgreich war. Zuvor hatte Sebastian Buck seine überragende Tagesform erneut unter Beweis gestellt und einen sicheren Dreisatzerfolg auf der Habenseite verbucht.
 6:3 lag der TVC zur „Halbzeit“ in Führung, der Aufstieg damit in greifbarer Nähe. Christian Metzler nutzte die Gunst der Stunde und holte sich, auch getrieben durch eine Woge der Begeisterung, den Sieg im Spitzeneinzel gegen Constantin Richter in fünf engen Sätzen. Ein ganz wichtiger Sieg für den „Capitano“.
 7:3, was sollte da noch schief gehen? Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Lindau-Zech gab sich noch nicht geschlagen, kam eindrucksvoll zurück. Daniel Metzler hatte in drei Sätzen das Nachsehen und Markus Buck musste neidlos die Überlegenheit von Daniel Rupflin anerkennen. Nach der Niederlage von Ludwig Schmidt war die Führung des TVC auf 7:6 zusammen geschmolzen.
 Sollte den Enztälern auf der Zielgeraden nun die Luft ausgehen? Weit gefehlt! Das hintere Paarkreuz gab das Spiel nicht mehr aus der Hand. Sebastian Buck ließ nichts anbrennen, machte mit einem Dreisatzerfolg den Aufstieg perfekt. Und für das „Sahnehäubchen“ sorgte Bernd Schmid, der unter den Anfeuerungsrufen der sich bereits in Feierlaune befindenden Mannschaftskameraden und eines begeisterten Publikums, im Entscheidungssatz nach 6:8 Rückstand mit 11:8 den Schlusspunkt unter eine dramatische Partie setzte. Kurz vor 22.30 Uhr, nach fast 4 ½ stündiger Spielzeit waren Sieg und Aufstieg perfekt. Ein Traum ging in Erfüllung. Der größte Erfolg nicht nur in der Geschichte des TVC, sondern auch in der einiger Spieler!

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